1994

Errichtung der ersten Windkraft-Anlage Österreichs

Windrad auf der Donauinsel
Wien Energie

Die Nutzung von Wind erfolgte in Österreich ab den 1990er Jahren. Glaubten Experten zunächst nicht daran, dass Windkraft in Österreich Potenzial hat, bewiesen Messungen das Gegenteil und 1994 wurde die erste größere Windkraft-Anlage im Marchfeld errichtet. Mit Inkrafttreten des Ökostromgesetzes begann die Nutzung der Windkraft enorm zu steigen und führte zu einem jährlichen Ausbau der Windkraftanlagen.

Ein Windrad für die Großstadt

1997 wurde schließlich die erste Wien Energie Windkraftanlage auf der Donauinsel errichtet. Wien Energie war mit der 50 Meter großen Anlage also ein Pionier in der Geschichte der österreichischen Windkraft. Mit einer Leistung von 225 Kilowatt versorgt die Anlage bis heute rund 100 Haushalte mit klimafreundlichem Strom. Seit einigen Jahren strahlt das Ökostrom-Kraftwerk zudem in neuem Gewand: Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde die Fassade künstlerisch gestaltet. Das historische Windrad wurde so zum Kunstwerk und ist ein farbenprächtiges Zeichen für Klimaschutz in der Stadt. Es spart rund 4.500 Tonnen CO2 – jedes Jahr. Heute zählt das Windrad auf der Donauinsel zu den kleinsten Windkraftwerken Österreichs.

Meteorologischer Gegebenheiten

Wo in Österreich Windräder stehen, hängt durchaus auch von den meteorologischen Gegebenheiten ab. Aufgrund dieser stellen vor allem das Nordburgenland und das Weinviertel in Niederösterreich günstige Regionen zur Nutzung der Windenergie dar. Daher finden sich neun von zehn Windrädern in Ostösterreich, die restlichen Anlagen befinden sich hauptsächlich in Oberösterreich und der Steiermark. Für Wien bietet die Nutzung der Windkraft aufgrund der fehlenden Fläche im Stadtgebiet nur begrenzt Potenzial und der Anteil der Windgeneratoren ist daher gering.

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